Informationen für Mieter

 

Wohnen in der Großstadt wird teurer

Wohnungsmieten steigen in allen Segmenten, Mieten in Metropolen steigen überdurch- schnittlich, Altbauwohnungen mit höchster Steigerung.

Wohnen in Deutschland wird teurer – die Nettokaltmieten in Deutschland sind im vergangenen Jahr bundesweit angezogen. Dabei fallen die Mietpreissteigerungen in den Großstädten höher als in den Mittel- und Kleinstädten aus. Zu diesen Ergebnissen kommt der Immobilienverband IVD in seinem Wohnpreisspiegel 2008/2009. „Wer 2008 eine Mietwohnung neu bezogen hat, musste durchschnittlich über ein Prozent mehr Miete zahlen als im Vorjahr“, berichtet Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. In Städten mit über 100.000 Einwohnern seien die Nettokaltmieten sogar zwischen zwei und drei Prozent gestiegen.

Anders als in den Jahren zuvor hat sich der Anstieg der Neuvertragsmieten in allen Segmenten und in allen Städtegrößen flächendeckend durchgesetzt. Selbst in den Mittel- und Kleinstädten sind durchschnittliche Mietpreisanstiege von knapp einem Prozent messbar. „Dabei sind bei Altbauwohnungen in guten Wohnlagen der Großstädte mit rund vier Prozent die höchsten durchschnittlichen Preissteigerungen zu verzeichnen“, erklärt Kießling. „Dies ist der höchste Mietpreisanstieg bei Altbauwohnungen seit 1992/1993.“

28.01.2009 | Quelle: IVD

 

Heizkosten - Für Abrechnung 2008 deutliche Kostensteigerungen erwartet

Die Energieverbräuche in Deutschland sind im Kalenderjahr 2007 durchschnittlich um 7 Prozent und die Heizkosten zwischen 3 und 6 Prozent gesunken. Gründe hierfür sind sparsames Heizverhalten, wärmere Temperaturen und relativ stabile Preise bei Öl und Gas.

Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel weist aus, dass im Kalenderjahr 2007 die Heizkosten für Mieter und Verbraucher bei mit Erdgas beheizten Wohnungen durchschnittlich um 5,6 Prozent, bei mit Heizöl beheizten Wohnungen um 4,9 Prozent und bei Wohnungen mit Fernwärme um 3,2 Prozent gesunken sind. Der Heizenergieverbrauch ging sogar um rund 7 Prozent zurück. Ursachen hierfür sind deutlich sparsameres Heizverhalten der Mieter und Verbraucher, der milde Winter 2007 mit höheren Durchschnittstemperaturen und relativ stabile Energiepreise. Im Jahresdurchschnitt 2007 wurde Gas um 2,9 Prozent teurer, der Ölpreis sank um 1,4 Prozent.

Die Freude über die aktuellen Zahlen des Bundesweiten Heizspiegels kann aber nur von kurzer Dauer sein. 2008 wird drastisch teurer. Die Heizkostenabrechnung 2008 wird deutlich höher ausfallen, da die Energiepreise im vergangenen Jahr förmlich explodiert sind und auch der Winter 2008 kälter war. Die Preise für Öl und Gas sind um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Mieter müssen deshalb mit höheren Nachzahlungen rechnen, zumal auch die Klimadaten auf ein heizintensiveres Jahr 2008 schließen lassen.

22.01.2009 | Quelle: DMB

 

Wohngeldnovelle verabschiedet

Die am 1. Januar 2009 in Kraft tretende Wohngeldnovelle mit einem Leistungsvolumen von 520 Millionen Euro ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung einkommensschwächerer Haushalte. Gerade vor dem Hintergrund der Finanzkrise kommt die Neuregelung zur richtigen Zeit. Mit der Reform erhöht sich das Wohngeld um durchschnittlich 62 Prozent. Wer heute monatlich 92 Euro bekommt, erhält dann 142 Euro. Von der Leistungsverbesserung werden rund 800.000 Haushalte profitieren, darunter 300.000 Rentnerhaushalte. Die Reform soll - vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrates - rückwirkend zum 1. Oktober 2008 in Kraft treten, um Geringverdienerinnen und -verdiener schon in diesem Winter zu entlasten. Dies soll in Form einer Heizkostenpauschale erfolgen - in Höhe von 100 Euro für einen Ein-Personenhaushalt und 130 Euro für einen Zwei-Personenhaushalt. Dieser Betrag wird von Amts wegen bewilligt, ein gesonderter Antrag ist also nicht erforderlich.

Das Wohngeld ist seit 2001 nicht mehr angepasst worden. Seitdem sind nicht nur die Mieten, sondern vor allem die Nebenkosten deutlich gestiegen. Kernstück der Novelle ist die Einbeziehung der Heizkosten in die Wohngeldberechnung. Die bisherige Berechnungsgrundlage des Wohngeldes war die Bruttokaltmiete. Das zu ändern war ein Gebot der Stunde. Aus dem Zuschuss zur Kaltmiete wird jetzt ein Zuschuss zur Warmmiete. Dies geschieht bewusst in Form einer Pauschale von rund 30 Prozent, damit weiter ein Anreiz zum Energiesparen gegeben ist. Darüber hinaus werden die Miethöchstbeträge und die Tabellenwerte erhöht.

Der Bundesrat wird am 19. Dezember das Wohngeldgesetz beraten.

05.12.2008 | Quelle: IVD